Strommast

Die Palzki-Kids und der Stromausfall

Autor: Harald Schneider

„Mensch ist das aber dunkel“, sagt Melanie, während sie mit der Taschenlampe herumfuchtelt und die Häuser in der Umgebung anleuchtet.

„So einen lang andauernden Stromausfall hatten wir noch nie.“

Ihr Vater Reiner Palzki, der gemeinsam mit seinen Kindern Melanie und Paul den Gehweg entlang laufen, ist von der Sache wenig begeistert. „Und ausgerechnet heute Abend muss ich zu Frau Worry gehen.“

Paul, der ebenfalls eine Taschenlampe trägt, erwidert: „Du brauchst keine Angst zu haben, Papa. Melanie und ich passen auf dich auf.“

Reiner Palzki ist über diesen Ausflug nicht sehr begeistert. Frau Worry ist über 80 Jahre alt und wohnt alleine in einem Haus, das sich etwa einen halben Kilometer von Familie Palzkis Haus entfernt befindet.

„Wegen diesen blöden Wolken kommt nicht einmal das Mondlicht durch. Und die Straßenbeleuchtung funktioniert auch nicht“, schimpft ihr Vater. „Und das nur, weil Frau Worry meint, dass sich heute früh ein fremder Mann auf ihrem Grundstück herumgetrieben hat.“

Paul zieht einen Hammer aus seiner Tasche. „Papa, schau mal, ich bin bewaffnet. Damit fangen wir den Kerl bestimmt.“

Sein Vater wird noch zorniger. „Bist du verrückt? Gib mir sofort den Hammer! Den brauchen wir nicht. Frau Worry hat bestimmt mal wieder zu viele Krimis geschaut.“

Zehn Meter, bevor sie den Bungalow der alten Dame erreichen, geht die Straßenbeleuchtung wieder an.

„Na, endlich“, stöhnt Reiner Palzki und schaltet seine Taschenlampe aus. Die drei gehen die letzten Meter bis zum Eingang und drücken auf die Türklingel, die den Big Ben Glockenschlag nachahmt.

Es dauert zwei Minuten, bis ein jüngerer Mann nach mehrmaligen Klingeln die Tür aufmacht. Seine Haare sind zerzaust und um seine linke Hand ist ein Tuch gewickelt.

„Wir kaufen nichts“, brüllt er die Palzkis an und versucht, die Tür wieder zu schließen. Reiner Palzki reagiert schnell und stellt seinen Fuß in die Tür.

„Was soll das?“, schreit der Fremde.

„Wir wollen zu Frau Worry, sie erwartet uns. Und wer sind Sie ?“

„Ich? Mein Name ist Fred Müller, ich bin der Enkel. Meine Oma hat sich gerade eben ins Bett gelegt, weil ihr nicht gut ist. Sie müssen Ihren Besuch leider auf morgen verschieben“, antwortet der Mann.

Paul und Melanies Vater will noch mehr wissen. „Seit wann sind Sie denn bei Ihrer Oma? Wie sind Sie ins Haus gekommen?“

Fred Müller reagiert zornig. „Wie bin ich wohl ins Haus gekommen? Ich habe vor einer Viertelstunde geklingelt und meine Oma hat aufgemacht. Und jetzt hat sie sich ins Bett gelegt. Auf Wiedersehen.“

Fred Müller drückt von innen die Eingangstür zu und lässt die drei stehen draußen. „Papa, du musst deine Kollegen anrufen. Das ist der Einbrecher.“

Frage: Was ist Paul und Melanie aufgefallen?

Antwort: .treinoitknuf thcin legnilkrüT eid hcua tah rehaD .mortS neniek se bag ednutsletreiV renie roV